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Humor: Hitler was back in town ? nee, war doch nur Serdar Somuncu!

Aachen. Das Buch hatte im "Dritten Reich" eine Auflage von 10 Millionen Exemplaren, indes wollten es nur 0,02 Prozent der Besitzer gelesen haben. Serdar Somuncu findet das schade. Der t?rkisch-deutsche Kabarettist ?berzeichnet und karikiert Adolf Hitler n?mlich seit Jahren, indem er in szenischen Lesungen zwischen Kasernenhofton und rollendem R aus "Mein Kampf" rezitiert. Freitag tat er das in Aachen ? viel gelacht wurde dabei, aber das Publikum wird sich auch gefragt haben, warum die Deutschen Hitler folgten, Kriege f?hrten und mordeten...

Denn neben der Ank?ndigung, Menschen ins Gas zu schicken, steckt in den "800 Seiten Schund" einiges mehr, findet Somuncu und zitiert: "Sch?pferisch t?tige V?lker sind von jeher und von Grund auf sch?pferisch veranlagt, auch wenn das dem Auge oberfl?chlicher Betrachter nicht auff?llig sein sollte." Somuncu f?nde es daher gut, das in Deutschland verbotene, aber im Internet einsehbare Buch im Handel anzubieten. Nur so, grinst er auf der B?hne der Barockfabrik, w?hrend das Publikum noch lacht ?ber die Stilbl?ten, k?nnte man Neonazis zeigen: "Je d?mmer man selbst ist, desto intelligenter ist Hitler."

Somuncus Rat: "Lest denen doch beim n?chsten Nazi-Aufmarsch aus Mein Kampf vor!" Eine passende Stellen empfiehlt er gleich: "Es liegen die Eier des Columbus zu hunderttausenden auf der Erde herum, nur die Columbusse sind eben selten zu treffen." Das Publikum johlt, und der Kabarettist schlussfolgert: "Die Nazis werden euch f?r bekloppt halten, wenn ihr ihnen vorher nicht sagt, wen ihr da rezitiert!" Jedoch k?nnten sie und "wir alle aus der Vergangenheit wunderbare Schl?sse ziehen."

L?ngst hat der T?rke mit deutschem Pass ? "ich kann zum EU-Beitritt der T?rkei gegen mich selbst unterschreiben" ? mit dem Programm "Nachlass eines Massenm?rders" Lesungen im Auftrag der Bundeszentrale f?r politische Bildung abgehalten. Derweil aber liest er weniger aus "Mein Kampf", sondern erz?hlt Anekdoten, etwa von Auftritten, die unter Polizeischutz stattfanden. In Potsdam, sagt er, seien es einst 400 Beamte gewesen. Gelesen habe er in einer kugelsicheren Weste. Anrufer hatten angek?ndigt: "Wenn das T?rkenschwein liest, dann knallts!" In Aachen nichts davon.

"Mein Kampf", erz?hlt Somuncu, ist weltweit erh?ltlich. Laut Klappentext der t?rkischen Ausgabe sei es ein "gro?es Werk anti-marxistischer Weltliteratur". Dabei, frotzelt er, habe Hitler es 1924 seinem sp?teren Stellvertreter Rudolf He? in der Haft nur diktiert. Somuncu: "Also wohl eher geschrieen, als geschrieben." Und schon mimt er wieder "den Adolf". [?Michael Klarmann; f?r AN]

Mehr im Web: http://www.somuncu.de
7.11.04 17:23
 



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