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Rechts: Naziaufmarsch in Erkelenz von massiven Polizeiaufgebot und antifaschistischen Protesten begleitet


Erkelenz. Rund 80 Rechtsextremisten haben am Sonnabend in Erkelenz ihren "Heldengedenkmarsch" teilweise nur im strömenden Regen und unter massiven Protesten von Antifaschisten durchführen können. In der Kleinstadt im Kreis Heinsberg waren mehrere Hundertschaften der Polizei im Einsatz, um ein Aufeinandertreffen beider Gruppen zu verhindern. Dennoch störten Antifaschisten fast durchgehend mit massiven Aktionen und Straßenblockaden den rechten Aufmarsch. Die Polizei nahm bis zum späten Nachmittag sieben Personen des linken Spektrums vorläufig fest.


Aufgerufen zum "Heldengedenkmarsch" mit Kranzniederlegung am Hochkreuz nahe den Soldatengräbern des städtischen Friedhofs hatte eine Gruppe namens "Offensive Grenzland". Diese steht der NPD in Mönchengladbach und Heinsberg nahe. Das Motto des Aufmarsches lautete "Ruhm und Ehre den deutschen Soldaten – Tod, doch unvergessen". Unter den Neonazis befanden sich neben NPD-Stadträten bzw. -Kreistagsabgeordneten aus Heinsberg, Mönchengladbach; Erkelenz und Stolberg ebenso führende Köpfe der Kameradschaft Aachener Land und der nach einem NS-Politiker benannten Kameradschaft Josef Terboven, einer Nachfolgeorganisation der Ortsgruppe Essen des neonazistischen "Kampfbunds Deutscher Sozialisten".

An der Protestkundgebung von Grünen und SPD unter dem Motto "Schöner Leben ohne Nazis" beteiligten sich auf dem Markt am Alten Rathaus rund 500 Menschen. Knapp 150 Vertreter linker, antifaschistischer und autonomer Gruppen versuchten zeitgleich mit Sitz- und Straßenblockaden – einmal errichtet aus Containern und Mülltonnen – den Aufmarsch der Rechten zu stoppen. Trotz des massiven Polizeiaufgebots kam es wegen der Proteste zweimal zu Verzögerungen, so dass die vorgesehene Abschlusskundgebung des "Heldengedenkmarsches" nicht in der Innenstadt, sondern nur am Bahnhof stattfinden konnte.

Eine neue "Qualität" in der Region dürfte das aggressive Auftreten der Rechtsextremen erreicht haben. So griffen am Samstag vor dem Friedhof während einer kurzen Rangelei zwischen Antifaschisten und Polizisten rund zehn Neonazis aus dem Aufmarsch heraus die linken Demonstranten an. Scheinbar gezielt nutze dies ein vermummter Rechtsextremist aus, den sich wenige Meter von dem Gerangel entfernt aufhaltenden Autor dieser Zeilen mit einem gezielten Faustschlag ins Gesicht zu attackieren. [© Klarmann]
6.11.04 23:10
 



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