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Rechts: National befreites Haus?

Düren. Strafanzeigen wegen Beleidigung, Bedrohung und eine Zivilklage wegen Unterlassung von übler Nachrede – das ist die vorläufige Bilanz eines Nachbarschaftsstreites in einem Haus in der Schoellerstraße. Brisant: zwei Söhne einer daran beteiligten Familie gehören zu den führenden Neonazis in der Region. In ihren Wohnungen sollen Anwohnern zufolge regelmäßig Treffen von Rechtsextremisten stattfinden. Nachbarn fühlen sich bedroht.

Wie „Klarmanns Welt“ aus den üblicherweise gut informierten Kreisen erfuhr, begann alles Mitte 2004, als der Vater der Neonazis in das Haus mit den acht Mietparteien einzog. Als Hausmeister soll er bald schon andere Mieter „rausgedrängt“ haben, heißt es. Mit und mit seien drei seiner Söhne in die leer gewordenen Wohnungen gezogen. Später sei noch ein mit den Neonazis befreundetes Pärchen eingezogen. Noch im Haus lebende Senioren würden als „Hure“, „Kinderschänder“ und „Klausack“ beschimpft. Zwei Senioren, so erfuhr „Klarmanns Welt“, strengten wegen der Beschimpfungen schon eine noch laufende Zivilklage an.

Am Freitag (22.9.) eskalierte der Konflikt. Offenbar warf der Hausmeister einem 64-Jährigen vor, im Keller abgestellte Fahrräder beschädigt zu haben. Zwischen den zerstrittenen Parteien kam es zu einem Streit, bei dem zwei Senioren übel beschimpft und bedroht worden sein soll. Offenbar wollte der Hausmeister gegen den 64-Jährigen eine Anzeige wegen Sachbeschädigung stellen. Doch die Beamten konnten dem Vernehmen nach eine solche nicht feststellen. Indes zeigten die Senioren die Gegenseite wegen Beleidigung und Bedrohung an. Im Gegenzug erstattete der Hausmeister dann Anzeige gegen die Senioren – wegen Beleidigung. Polizeisprecher Willi Jörres bestätigte auf DZ-Anfrage, Beamte hätten am Freitag die Anzeigen aufgenommen.

Die Antifa Düren befürchtet, dass Neonazis das Haus „übernehmen“ wollen. Das hätten sie offenbar schon an einem vorherigen Wohnsitz in der Euskirchener Straße versucht, so die Antifaschisten. Die Polizei und der Verfassungsschutz wollten sich nicht zu solchen Vermutungen äußern. Der Staatsschutz Aachen, so Polizeisprecherin Iris Fourné, sei „zur Zeit noch nicht involviert“ in die Strafverfahren. Zwei der Söhne sind nach Recherchen unserer Zeitung (DZ) Mitbegründer der als gewaltbereit eingestuften „Kameradschaft Aachener Land“ und gehören dem „Saalschutz“ einer bekannten Neonazi-Rockband aus Dortmund an.

[© Michael Klarmann; Recherche für DZ (diese Recherche ließ „Klarmanns Welt“ sich etwa zehn Stunden und 3 Euro an Telefongebühren kosten...schimpfen Sie noch über Ein-Euro-Jobs? Investieren Sie lieber sinnvoll...)]
27.9.06 20:18
 



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