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Rechts: Nazis ante portas beinach Klarmannvortrag

Aachen. Rund zehn bis zwölf Neonazis haben gestern abend provokativ einen Vortrag des Autors dieser Zeilen an der RWTH besucht. Veranstalter des Vortrags war der Arbeitskreis Rechtsextremismusforschung am Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen. Der Vortrag – den insgesamt rund 100 Personen besuchten – verlief im Kármán-Auditorium ohne Störungen durch die Gruppe. Nach Ende des Vortrags sammelten sich die Neonazis indes provokativ vor einem Ausgang des Unigebäudes und warteten auf den Autor dieser Zeilen. Nachdem dieser in Begleitung von rund 15 Personen – Veranstalter, Studierende, Antifaschisten – das Gebäude verlassen hatte, folgte ein Teil der Neonazis dieser Gruppe durch die Innenstadt – selbst dann noch, als der Autor dieser Zeilen sich verabschiedet hatte und mit seinem Fahrrad losgefahren war. Mindestens einer der Neonazis hantierte dabei zeitweise provokativ mit – wahrscheinlich mit Quarzsand gefüllten – Lederhandschuhen herum, als bereite er sich auf einen Angriff vor. Die Neonazis kamen u.a. aus Aachen, Eilendorf und Stolberg und gehörten der Neonazi-Gruppe „Sturmbund Aachen“, den „Autonomen Nationalisten Aachen“ sowie den rechtsradikalen Fans des Fußball-Clubs Alemannia Aachen an. Eine Person der Gruppe gehört den „Aachen Ultras“ an. [© Klarmann]

Lesermeinungen zu diesem Beitrag (geben nicht unbedingt die Meinung vom KW wieder; KW behält sich Sinn wahrende Kürzungen vor)]
–– Anonym: „Guten Tag, ich nahm auch an dem gestrigen Vortrag an der RWTH teil und wurde wohl aufgrund passender demographischer Gegebenheiten in ihre Schätzung miteinbezogen. Aus Neugier zählte ich die erkennbaren Neonazis (sie grüßten sich bei Verlassen, waren daher nicht schwer zu identifizieren) und machte ein Dutzend aus, die obere Grenze ihrer Schätzung somit. Da die Anzahl der Zuhörer allerdings kaum 60 Personen überstieg, schon aus Kapazitätsgründes des Hörsaals, stellte sich für mich die Frage, ob ihre Vorträge regelmäßig eine Neonaziquote von etwa 20% aufweisen? Als leicht befremdlich empfand ich es jedoch, dass sie 'Ostdeutschland' als homogene Fläche ansprachen, da sich das generelle Neonazi-Auftreten quantitativ und qualitativ doch stark unterscheidet. Mit freundlichen Grüßen“ (Antwort: Die Quote ist i.d.R. geringer. Ich habe zum Teil von Ostdeutschland gesprochen, aber auch von Regionen in Ostdeutschland oder Landtagen, in denen die NPD stark bzw. vertreten ist. Das könnte ggf. zu undifferenziert geklungen haben. mik)
–– Klar, Mann?, Blogger: Schönen Dank allen, die meine sichere Abreise garantierten. Hoffe, die Heimreise der „Security“ verlief ebenso sicher. mik
(Ergänzung am 16. Januar, 14.40 Uhr, gepostet)
–– Autonomer Nationalist Aachen: Kostenlose Märchenstunde: Klarmann an der RWTH (Anmerkung: Wusste noch gar nicht, dass ich für Indymedia schreibe. Aber ich überlege mir mal einen tollen Nickname und dann pack ich zum krönenden Abschluss mal richtig fett aus...ansonsten schön den einzig „guten“ Lapsus herausgearbeitet. Fleißkärtchen! Ich gehe dann mal eben mich was schämen. mik)

–– Anonymisiert: „[...] von den studierenden höre ich, dass dein vortrag sehr gut angekommen ist. es wurde sogar darum gebeten, eine vergleichbare veranstaltung zu wiederholen. was ja ggf. für das sommersemster eine option wäre. und ich hoffe natürlich, dass dir die kahlen jungs von gestern abend künftig keine scherereien machen werden. [...]“ (Antwort: Hm, ich glaube, kahl waren nur zwei, mit viel Toleranz evtl. auch noch ein dritter...aber wieso heute noch tolerant sein? mik)
(Ergänzung am 16. Januar, 16.30 Uhr, gepostet)
–– Autonomer Nationalist: „[...] Wir verfolgten niemanden, sondern sind lediglich Richtung Elisenbrunnen gegangen! Ebenso wurde nicht provoziert und es machte sich auch kein ‚Neonazi’ auf einen Angriff bereit (mit dem sie wahrscheinlich mich meinten), da ich z.B auch keine Handschuhe mit Quarzsand hatte (ob sie es glauben oder nicht auch Nazis bekommen mal kalte Finger!)! So sollen wir die Gruppe der Zuhörer und Antifaschisten weiter verfolgt haben, jedoch gingen wir an dieser Gruppe auf dem Aachener Markt vorbei und wurden nur so als ‚Spastis’ beschimpft! [...] Mit freundlichen Grüßen…“ (Antwort: Wenn Sie zum E-Brunnen wollten wird mir nicht klar, warum Sie die Gruppe am Markt überholten und dieser dann voraus gingen bis zur Kneipe „Kiste“, was alles der Richtung E-Brunnen widerspricht, jedoch so ausschaut, als habe jemand vorher gehört, dass einige Leute sich verabredeten, mit mir noch die „Kiste“ zu besuchen. Ich selbst habe ansonsten gehört, was einer Ihrer „Kameraden“ zu Ihnen sagte, nachdem Sie ihre Handschuhe anzogen. Und mit Kälte hatte dies weniger zu tun. Übrigens ging das Fahrradfahren bei mir ohne Handschuhe bei den Temperaturen. Und ich glaube, Radeln zieht mehr an den Fingern... mik)
(Ergänzung am 17. Januar, 19.40 Uhr, gepostet)
16.1.08 07:52
 



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