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Rechts: Übergriff durch Neonazis auf Dürener Antifaschisten? [update]

Düren. Aussage gegen Aussage: Im Umfeld eines NPD-Treffens am Freitag sei es zu einem Übergriff auf Antifaschisten gekommen, sagen Dürener Antifaschisten. Die NPD will davon nichts wissen und spricht von frei erfundenen Behauptungen eines „Linksfaschisten“.

Laut Antifa Düren haben zwei ihrer Vertreter am Freitag mit einem Auto nahe der rechten Kneipe „Gütershop“ geparkt. In dieser habe ein Neonazitreffen stattgefunden, möglicherweise im Rahmen einer „Führergeburtstag-Feier“. Teile der rechten Szene halten jene Feiern üblicherweise am 20. April, dem Datum des Geburtstages von Adolf Hitler, ab. Offenbar habe man die Antifaschisten bemerkt und nach geraumer Zeit seien fünf bis sechs Leute, darunter der stellvertretende Vorsitzende des NPD-Kreisverbandes Düren und zugleich Anführer der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL), aus der Kneipe auf sie zugestürzt. Die Gruppe habe die im Auto sitzenden Antifaschisten „massiv und gezielt angegriffen“, hieß es. Man habe rasch wegfahren wollen, aber selbst auf das fahrende Auto sei eingetreten und geschlagen worden, unter anderem von dem KAL-Chef. Eine Strafanzeige sei bei der Polizei erstattet worden. Weitere Angreifer seien ein Vertreter der „Anti-Antifa Aachen-Düren“ gewesen und wahrscheinlich ein Ordner der NPD, hieß es vonseiten der Antifa.

Die NPD dementierte sowohl den Vorfall als auch eine „Führergeburtstagsfeier“. In einer Pressemitteilung ist von einem Treffen im Rahmen einer Reihe „politischer Foren“ die Rede. Gemeint sei damit eine „Schulungsveranstaltung“, sagte der NPD-Kreischef Ingo Haller auf Anfrage. Thema des Abends sei „Steuerabzocke“ und Sozialpolitik gewesen. In der Pressemitteilung heißt es dann: „Die Veranstaltung verlief absolut störungsfrei, leider wurden beim Verlassen der Gaststätte einige Kameradinnen und Kameraden von der Polizei in Empfang genommen. [...] Hier zeigte die Dürener Polizei erstmals, was sie von einer guten Zusammenarbeit hält. Mit gleich vier Streifenwagen fuhren die Systemschützer vor. [...] Da wir eine derart übertriebene polizeiliche Härte nicht dulden, werden wir uns schnellstmöglich mit der Dürener Polizei in Verbindung setzen und fordern eine lückenlose Aufklärung der Falschaussage des Linksfaschisten!“

An der Schulung hätten rund 25 Personen teilgenommen, zum Zeitpunkt des Vorfalls seien noch rund ein Dutzend „Kameraden“ im „Gütershop“ gewesen, sagte Haller auf Anfrage. Haller selber will mit in der Gruppe von Personen gewesen sein, die mit seinem Stellvertreter vor der Kneipe hätten nachsehen wollen, was die Antifaschisten machen. Es habe „keinen Angriff“ gegeben, weder von der einen, noch der anderen Seite, sagte Haller entgegen den Aussagen der Antifaschisten. [© Klarmann]

[update] Unterdessen hat die Antifa Düren eine Pressemitteilung des Vorgangs veröffentlicht. Neben der Beschreibung des „Neonazi-Angriffs“ heißt es dazu weiter in dem Text: „Einzig der Tatsache, dass [die beiden Antifaschisten] in einem PKW saßen und sich der Attacke entziehen konnten ist es geschuldet, dass beide unverletzt blieben. Am Fahrzeug entstand durch Tritte und Schläge ein Sachschaden in unbekannter Höhe.“ Der Sprecher der Antifa Düren, Martin Graubenden, kommentierte den Vorfall mit den Worten: „Damit haben die Aktivitäten der Neonazis in Düren eine neue ‚Qualität’ erreicht. Sie belassen es nicht mehr allein bei verbalen Drohungen, sondern gehen zu gezielten Angriffen auf ihre Gegner über. Die politische Verantwortung für den Vorfall von Freitag trägt – ebenso wie für die andauernden Drohungen gegen Antifaschisten – der NPD-Kreisvorsitzende Ingo Haller. Das von ihm gerne bemühte Bild der NPD als biedere Alternative ist damit endgültig zusammengebrochen.“ [update am 22. April, 18.30 Uhr gepostet]

[Lesermeinungen zu diesem Beitrag (geben nicht unbedingt die Meinung vom KW wieder; KW behält sich Sinn wahrende Kürzungen vor)]
–– „Cerberus“: „[...] Den Antifaschisten fällt nichts besseres ein, als immer wieder irgendwelche Hitlergeschichten über die NPD zu erzählen. Dabei hat doch der Langzeitstudent genug Zeit, um sich was besseres auszudenken. Oder fehlen ihm da die Argumente???“
(Ergänzung am 22. April, 11.00 Uhr, gepostet)
–– Ingo Haller, NPD: „Da wir und die beteiligten der Antifa wissen das dieser Vorfall wieder einmal nur auf Linksfaschistische Lügen aufgebaut ist können [...] alle Nationalisten aus Düren [...] sagen das wir Gewaltfrei sind und bleiben. Justizia wird schon die wahren Täter ausfindig machen [...]. Eure versuche zwischen freien Kräfte und NPD Mitglieder einen Keil zutreiben wirken bei uns nicht, da kann ich im Namen aller Nationalisten im Großraum Düren, Aachen, Köln, Mönchengladbach sprechen. [...] bedenkt das eure Lügen mit der Zeit euch teuer zustehen kommen.“
(Ergänzung am 23. April, 18.00 Uhr, gepostet)
21.4.07 17:42
 



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