Klarmanns_Welt

  Startseite
  Archiv



  Links
   Kunden:
   Aachener Friedenspreis
   Aachener Nachrichten
   Aachener Zeitung
   Archiv der Jugendkulturen
   Blick nach Rechts
   DJV (Bezirk Aachen)
   DJV-NRW
   Konkret
   Ox
   Telepolis
   
   Kunden (sporadisch):
   BpB
   PapyRossa
   Rheinische Post
   tageszeitung
   Visions



kostenloser Counter

IP

https://myblog.de/klarmann

Gratis bloggen bei
myblog.de





Hausmitteilung/Rechts: Diffamierende Neonazi-Flugblatt-Aktion gegen Klarmann

Aachen. Offenbar als Reaktion auf eine antifaschistische Aktion in Düren gegen einen Neonazi haben dessen „Kameraden“ eine Flugblattaktion gegen den Aachener Journalisten Michael Klarmann durchgeführt. In dem Flugblatt, dass in Teilen des Ostviertels in Hausfluren und Briefkästen verteilt wurde, wird dieser als „linksextremistische antideutscher Reporter“ (Schreibweise wie Original) bezeichnet, der seine Recherchen „kriminellen Banden (Antifa)“ zuspiele und somit Gewalt gegen Neonazis unterstütze. Das anonym verfasste Flugblatt ist ähnlich eines Steckbriefs mit Bildern aufgemacht. Seit Jahren drohen rechtsextreme Kreise Klarmann, der als Kenner der regionalen Braunszene gilt und als Berichterstatter für die Lokal- und Fachpresse arbeitet. Seit Februar 2006 fungiert er zudem als Referent von Fortbildungseinrichtungen, Schulen und Initiativen im Bereich Aufklärung über rechtsextreme Umtriebe.

In dem Flugblatt heißt es u.a.: „Wir halten es für unsere Pflicht, unbescholtene und anständige Bürger auf linksextremistische Umtriebe in ihrer Nachbarschaft aufmerksam zu machen! [...] Klarmann gehört zu den prominentesten Journalisten im linksextremen Milieu in der Region Aachen. Mehrmals im Jahr hält er Referate über deutsche Personen von öffentlich nationalen Widerstandsorganisationen, welche hauptsächlich mit Falschinformationen bzw. Aussagen bestückt sind. Diese Vorträge werden stets von antideutschen Gruppierungen unterstützt, die das deutsche System stürzen wollen [...]. Fotos sowie eigene Personenrecherchen übermittelt Michael Klarmann an die linksfaschistischen und kriminellen Banden (Antifa), die das Material für Rufmorde, Drohungen und gewalttätige Überfälle verwenden. Ihre gesetzten Ziele schießen weit über jegliche Grundgesetze, Menschenwürde und Moral hinaus. Zudem versuchen Sie durch öffentliche Intrigen, Bürger Sozial zu bekämpfen und gesellschaftsuntauglich zu machen. Sie ruft offen zur Gewalt und Mord gegen Deutsche und Polizisten auf! [Klarmann] missbraucht seine Position als Reporter um an persönliche und polizeiliche Informationen von Andersdenkende oder nationale Bürger zu gelangen, um diese Später an die ‚Antifa’ weiter zu leiten.“ (Schreibweise wie Original)

Die Verfasser des Textes könnten dem Duktus nach aus dem Umfeld der Neonazigruppe „Sturmbund Aachen“ (SBA) sowie der Neonazi-Feindaufklärung „Anti-Antifa Aachen-Düren“ kommen. Unter dem Text sind zwei Bilder von Klarmann veröffentlicht, eines zeigt ihn deutlich im Profil. Fotograf letztgenannten Bildes ist ein Aachener, der zur „Anti-Antifa Aachen-Düren“ gehört. Wegen seiner Neonazikontakte und –Aktivitäten wurde er nach einem Bericht in den „Aachener Nachrichten“ – Autor: Klarmann – von den „Aachen Ultras“ ausgeschlossen. Das Bild wurde am 28. Oktober 2006 am Rande eines NPD-Infostandes in Stolberg im Beisein des NPD-Funktionärs Willibert Kunkel aufgenommen. Das andere Bild zeigt Klarmann am 24. März 2007 im Gespräch mit Vertretern der „Antifa Düren“ und des „Bündnisses gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt“ (BgR). Das BgR hatte an jenem Samstag in Düren einen Infostand als Protest gegen einen zeitgleichen Stand der NPD organisiert. Beide Veranstaltungen hatte Klarmann aus Recherchegründen besucht.

Beobachter werten das Flugblatt als Gegenaktion zu einem „Outing“ von einem Dürener Mitglied der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) und der „Anti-Antifa Aachen-Düren“. Ostermontag hatten unbekannte Antifaschisten im Wohnumfeld des jungen Mannes mit Flugblättern auf dessen politische Aktivitäten hingewiesen. U.a. hatte besagte Person Demonstrationen gegen NPD- und KAL-Treffen in Düren abgefilmt, später wurden zahlreiche Bilder der Nazigegner im Internet veröffentlicht mit dem Untertitel: „Antifa heißt Angst!“ Kurz nach dem „Outing“ des Düreners erhielt Klarmann Hinweise aus rechten Szenekreisen, dass man ihn dafür verantwortlich mache und möglicherweise mit einer ähnlichen Aktion gegen ihn zu rechnen sei – obschon er weder etwas mit der Aktion zu tun hat, noch ihm Urheber und Täter bekannt sind. Die indirekt angekündigte Gegenaktion fand offenbar mittels Verteilung des oben beschriebenen Flugblatts in der Nacht von Dienstag (10. April) auf Mittwoch (11. April) bzw. im Verlauf des Mittwochs statt.

Michael Klarmann arbeitet seit Mitte 2000 als frei schaffender Journalist in Aachen und ist seit Anfang 2001 Mitglied im „Deutschen Journalisten-Verband“ (DJV). Er beobachtet seit Jahren die lokale Braunszene und gilt als ihr profunder Kenner, im Internet betreibt er einen viel beachteten Blog mit Informationen über die rechte Szene. Drohungen gehören wegen alldem zu seinem Alltag. Im November 2004 wurde Klarmann aus einem Neonazi-Aufmarsch in Erkelenz heraus attackiert und geschlagen. Im Februar/März 2006 informierte er über einen Neonazi und Rechtsrock-Musiker, der in Aachen lebte, und wurde über Wochen via Internet massiv bedroht. Seit Mitte 2006 wird Klarmann in einem Lied des Mönchengladbacher Rechrock-Projektes „Division Germania“ verhöhnt.

Seit Wochen drohen und verleumden Neonazis und Rechtsextremisten Klarmann verstärkt. Die NPD behauptete mehrfach wahrheitswidrig in Texten auf ihrer Homepage und in Offenen Briefen, Klarmann rufe bei seinen Vorträgen zu Gewalt gegen sie auf und nenne zu diesem Zweck sogar Adresse von Mitgliedern. In Düren (November 2006; Christuskirche) und Würselen-Broichweiden (Januar 2007; VHS/Evangelische Erwachsenenbildung) marschierten jeweils rund 25 Neonazis – teils in Begleitung der regionalen NPD-Führungsriege – auf, um Vorträge zu stören. Vertreter von „Kameradschaften“ drohten auf ihren Homepages in den letzten Wochen vage Gewalt gegen Klarmann an. Unlängst verfolgten Neonazis Klarmann rund anderthalb Stunden bei einem Stadtbummel durch Aachen und filmten ihn bei einem privaten Café-Besuch. Aufgrund eines Aprilscherzes im Blog schrieb ihm ein Neonazi und Helfer des NPD-eigenen „Ordnerdienstes“ unter Internet-Pseudonym vor wenigen Tagen, Klarmann sei eine „blöde Zeckensau“.

Wegen des Klarmann diffamierenden Flugblatts hat der polizeiliche Staatsschutz Vorermittlungen aufgenommen. Hintergrund ist der Umstand, dass eine Anwohnerin das aufgefundene Flugblatt an die Polizei weiter geleitet hat. [© Klarmann, in Form einer Art Pressemitteilung]

[Lesermeinungen zu diesem Beitrag (geben nicht unbedingt die Meinung vom KW wieder; KW behält sich Sinn wahrende Kürzungen vor)]
–– „romper“, Kameradschaft Aachener Land: „schönen guten tach herr klarmann, wollte sie nur informieren das ‚romper’ kein internet pseudonym ist. ich werde so genannt, und bin kein npd helferlein sondern mitglied der kal und ordnerdienst leiter der kal. desweiteren werde ich mich [...] auf unserer hp der kal selber outen um euch die arbeit zu erleichtern unsere kameraden zu outen....mit kameradschaftlichem gruß romper“
–– „Politischer Soldat“, Kameradschaft Aachener Land: „Och herm, mir kommen die Tränen. Also im vor-vorletzten Abschnitt und im vorletzten Abschnitt dramatisierst du aber gewaltig. Man könnte ja fast meinen die halbe ‚rechte Zene’ NRW's wäre hinter dir her, würde pausenlos Lieder über dich trällern und dir am liebsten die Bude abfackeln, wenn sie denn nur wüsste wo du wohnst... Da probiert wohl jemand daraus Profit zu schlagen und ein wenig in der Berühmtheitsskala zu steigen, was? In besagtem Lied von Division Germania wird lediglich in einer sich vorher sehr oft wiederholenden Zeile das Wort ‚Die Presse’ durch ‚Klarmännchen’ ersetzt. Und das auch noch in der letzten Zeile des Liedes... Du hast zwar nichts anderes behauptet, aber wie so oft verstehst du es mal wieder vorzüglich den Leser durch geschickte Formulierung etwas bestimmtes glauben zu lassen bzw. einen gewissen Eindruck hervor zu rufen, ohne dabei explizite Lügen schreiben zu müssen. Willst du nicht bei der Bild anfangen? Würde denen bestimmt 'ne Menge Ärger ersparen...“ (Antwort: Dramatisieren? Dazu zitiere ich aus einem anderen DG-Song von derselben CD: „Guten Tag, liebe Damen und Herren, Genosse und Du Edelmann. / Seit Jahrzehnten habt ihr blind gewütet, bald seid ihr dran! / Mit dem Grinsen auf unseren Lippen, sehen wir euer Ende naht. [...] Wenn die Wehrmacht im Glanze die Straßen durchzieht. / Wenn das Pack im Galopp durch die Dunkelheit flieht. / Dann wird selbst dem gerissensten Arschloch einst klar: / Der Zahltag kommt, wir sind wieder da! [...] Die Gerechtigkeit wird sie einst holen, dann sind sie dran. / Keine Loge, kein Amt wird sie schützen, keine Uniform hat mehr wert. / Keine Robe wird ihnen noch nützen, kein Dolch, kein Schwert [...].“ mik)
(Ergänzung am 13. April, 9.30 Uhr, gepostet)

–– „Politischer Soldat“, KAL: „Ziel verfehlt! Ich wollte klar ma(nn)chen, dass ‚Klarmännchen’ keines Wegs im Mittelpunkt des Liedes steht sondern eher ein kleines Licht am Ende ist. Es geht halt nicht um ‚Klarmännchen’ sondern um die Presse allgemein und wenn man nicht ganz genau zuhört, bemerkt man die Erwähnung von ‚Klarmännchen’ auch garnicht.“
(Ergänzung am 14. April, 12.00 Uhr, gepostet)
–– „Sarkastiker“: „Ach es geht garnicht um Klarmann, sondern ‚nur’ um einen allgemeinen Massenmord. Da sind wir aber beruhigt.“
(Ergänzung am 14. April, 15.30 Uhr, gepostet)
–– „Naja“: „Ich würde mir wünschen das sie Herr Klarmann auch mal ein wenig über die Linken Aktivisten berichten die offen gegen die Staatlichen Strukturen sowie anders denkende mit Gewalt und Sachbeschädigung vorgehen. Ich selber sehe mich als Politisch neutral an, denke aber das wenn sie Engagierten Journalismus betreiben wollen dieses auch in Ihrem Blog tun sollten. Ich stelle leider immer wieder aufs neue fest das sie sich definitiv nicht neutral in ihren Berichten verhalten. Ist es nicht legitim auf zb. Fotoaktionen oder ähnlichem genau so zu reagieren?? Wo ist den der Staatsschutz bei der Linken Fraktion wenn diese Bilder, Adressen usw im Internet sowie der Nachbarschaft eines Rechtsdenkenden Menschen verteilt? Ich verbleibe mit Freundlichen Grüßen Marc“ (Antwort: Mich düngt, Sie entlarven sich selbst. Ob durch Duktus, Schreibfehler oder Argumentation??? Ihr mik.)
(Ergänzung am 14. April, 21.00 Uhr, gepostet)

–– Anonymsiert1: „Lieber Herr Klarmann, nun habe ich mich mal wieder auf Ihrer Seite schnell und umfassend informieren können..... Das und Ihr Engagement möchte ich mal mit einer kleinen Spende honorieren. [...]“
n (Ergänzung am 15. April, 16.00 Uhr, gepostet)
–– Antifa Grenzland: „Lass’ Dich von den Faschos nicht einschüchtern – auch wenn sich dies aus der ‚Ferne’ natürlich leicht sagen lässt...“
–– Anonymisiert2: „Mein Mitbewohner hat das Teil – Flugblatt/Steckbrief – mitte letzter Woche an einem Telefonkasten [...] kleben gesehen. Er hat das Teil abgerissen [und] direkt weggeworfen.“
–– Anonymisiert3: „anzeige erstatten würde ich auf jeden fall. das ist eindeutig verleumdung. und wenn die dich ohnehin schon einschüchtern wollen, würde ich auch ein bisschen auf die kacke hauen.“
–– Anonymisiert4: „wollte nur fragen, ob du schon mitbekommen hast, dass irgendwelche national gesinnten torfnasen [...] mit gegen dich gerichteten hetzflyern zugeschüttet haben.“
(Ergänzung am 16. April, 21.00 Uhr, gepostet)
12.4.07 12:35
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung