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Links/Rechts: Gedenken an den ?Judenboykott-Tag? am 1. April 1933 / Behinderung von REPs bei Unterschriftensammlung

Aachen. Aus Anlass eines vor 72 Jahren von dem NS-Regime durchgef?hrten ?Judenboykott-Tages? haben gestern (1.4.) 25 Antifaschisten den Opfern von Judenverfolgung und -vernichtung in Nazideutschland gedacht. Der 1. April 1933 sei der ?Auftakt f?r Arisierung, Entrechtung, Gettoisierung und Ermordung? der j?dischen Mitb?rger gewesen, sagte Kurt Heiler von der ?Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten? (VVN/BdA). Jener Tag stehe f?r den ?ersten offenen Terrorangriff auf J?dinnen und Juden? im Dritten Reich.

Zur einer kurzen Mahnwache anl?sslich des Jahrestages hatten sich die Menschen neben der Citykirche an der Ecke Gro?k?ln- und Kleink?lnstra?e versammelt. Dort verteilten sie auch Flugbl?tter an die Passanten ?ber die Hintergr?nde des ?Judenboykott-Tages?. An diesem hatten Mitglieder der SA Gesch?fte von Juden mit Davidsternen und Parolen wie ?Kauft nicht bei Juden!? beschmiert. Sie hatten zudem vor den L?den Posten bezogen und Kunden am betreten der Gesch?fte gehindert. In Aachen waren davon besonders j?dische Gesch?fte in der Gro?k?ln- und Adalbertstra?e betroffen. Viele Juden hatten ihre Gesch?fte aufgeben m?ssen, andere waren sp?ter arisiert worden und in den Besitz von Deutschen ?bergegangen.

Kritisiert wurde zudem, dass die Stadtverwaltung im Zuge des Umbaus der Fu?g?ngerzone Gro?k?lnstra?e eine dort im Boden eingelassene Gedenktafel des Mahnmal-Projektes ?Wege gegen das Vergessen? ?entfernt? habe. Die betreffende Tafel ? deren Text bei der Aktion auf einem Plakat nachzulesen war ? erinnert an den ?Judenboykott-Tag?. Trotz abgeschlossener Bauma?nahmen wurde sie jedoch seit rund sechs Monaten nicht erneut in das Pflaster eingelassen. ?M?glicherweise erinnert sich die Stadt durch unsere Aktion daran?, sagte Heiler. Es bleibe der ?schale Nachgeschmack?, dass man versuche, ?die unbequeme Tafel f?r immer verschwinden zu lassen.? [? Michael Klarmann; f?r AN]

ZUSATZKASTEN: Rund 15 Antifaschisten behinderten gestern (1.4.) abend im Anschluss an der Mahnwache drei Mitglieder der ?Republikaner? (REP), die in der Gro?k?lnstra?e Unterst?tzer-Unterschriften f?r die Landtagswahl sammelten. Damit die rechtsextremen Partei fl?chendeckend in NRW zur Wahl antreten kann, ben?tigt sie je 100 solcher Unterschriften pro Wahlkreis. Da die drei REPs sich bedroht und beleidigt (?Faschisten!?) f?hlten, riefen sie die Polizei. Die Ordnungsh?ter stellten die Personalien dreier Antifaschisten fest, die m?glicherweise mit einer Strafanzeige rechnen m?ssen.

Schon am Donnerstag hatten 20 Antifaschisten eine ?hnliche Unterschriftensammlung dreier REPs in der Adalbertstrasse behindert. Nachdem diese gegen Mittag deswegen die Polizei gerufen hatten, hatte Ratsherr Marc Treude (GGSO) eine Spontandemonstration gegen Rechts angemeldet. In diesem Fall hatten die drei ?Republikaner? wegen der Proteste nach einer knappen Stunde erfolglos das Feld ger?umt. (mik)
1.4.05 20:36
 



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