Links: Hausdurchsuchung in Dresden wegen Geiselnahme in Aachen / ETA-Verdacht? [update]
Aachen/Dresden. Im Zusammenhang mit Geiselnahmen in Aachen haben nun in Dresden "Aachener Polizei und LKA Sachsen die gemeinsame Wohnung zweier Anti-Knast-Aktivistinnen" durchsucht. Dies teilt die Rote Hilfe Dresden in einem
Indymedia-Posting mit. Der Fall steht in Zusammenhang mit einer wilden Verfolgungsjagd sowie Geiselnahmen Ende Juni in Aachen. Damals wollten sich eine Frau und drei Männer einer Polizeikontrolle durch Flucht quer durch Aachen entziehen, nahmen Geiseln und lieferten sich Schießereien mit der Polizei (Hintergründe siehe Kommentar-Posting). Gegen die beiden Personen in Dresden bestehe nun der Verdacht, mit den jetzt Inhaftierten die Begehung von Straftaten verabredet zu haben. Grund dafür: beide hatten im Rahmen ihres Engagements Kontakt aufnehmen wollen zu den Inhaftierten. "Im Folgenden konstruierte die Staatsanwaltschaft Aachen, aufgrund eines während der Festnahme gefundenen Dresdner Stadtplans mit markierten Polizeirevieren und Waffenläden, einen zwischen Häftlingen und Dresdner Aktivistinnen gemeinsam geplanten Raubüberfall im Raum Dresden mit anschließender Flucht nach Tschechien," schreibt die Rote Hilfe. Die Behörden würden sowohl die Dresdener als auch die Inhaftierten der internationalen linksextremen Szene zuordnen. Einem
Bericht der Aachener Nachrichten zufolge könnte es möglicherweise Verbindungen zur baskischen Terrororganisation ETA geben. Drei der jetzt Inhaftierten stammen aus Spanien, einer aus Belgien. Die Aachener Staatsanwaltschaft äußerte sich nicht dazu, ob es Verbindungen zur ETA gebe. Sie bestätigte dem Blatt zwar die Hausdurchsuchung in Dresden, wollte aber wegen laufender Ermittlungen keine weitere Stellungnahme abgeben. [© Klarmann]