Aachen/Simmerath. Laut Lokalpresse [1] und Polizeibericht ist es im Ortsteil Walheim wieder zu einer Nazischmiererei gekommen. Demnach fielen am Mittwoch auf einen Briefkasten der Post geschmierte SS-Runen auf. In der Nacht zum 1. September war es in Walheim zu großflächigen Nazischmierereien auf der Kirche, Schule und auf mehreren Privathäusern gekommen. Zudem wurde im benachbarten Hahn und im ehemaligen Bahnhof-Umfeld von Walheim anlässlich des Todestages des ehemaligen Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess mehrfach die bis heute zu sehende Parole „Mord an Hess KAL“ geschmiert. Das Kürzel steht für „Kameradschaft Aachener Land“. Mehrfach hatten Menschen in Walheim wegen der Schmierereien gegen Rechtsextremismus demonstriert. Unlängst gab die Polizei bekannt, fünf junge Leute aus Walheim der Taten im September zu verdächtigen.
Laut Polizei haben Unbekannte zudem auf der Lütticher Straße in Aachen über Weihnachten mit einem wasserfesten Stift einen parkenden Pkw beschmiert. Auf der Motorhaube zeichneten sie ein Hakenkreuz. In Simmerath stellte laut Behörde ein Autofahrer über die Feiertage ein zirka 40 Zentimeter großes, eingeritztes Hakenkreuz auf seinem Pkw fest. Hinweise auf die Täter hat die Polizei in keinem der neuen Fälle. Es laufen Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung.
In den letzten Monaten ist nach Recherchen von „Klarmanns Welt“ zudem zu einer rund 30 Zentimeter großen Hakenkreuz-Schmiererei auf dem Wartehäuschen an einer Bushaltestelle in der Nähe der Siedlung Eich zwischen Aachen und den Ortsteil Oberforstbach gekommen. Kurz vor Beginn der Ferien haben zudem Unbekannte – vermutlich Grundschüler – im Umfeld einer Grundschule im Ostviertel bis zu 30 Zentimeter große Hakenkreuze in die leichten Schnee- und Eisdecken auf geparkte Fahrzeuge geritzt. Daneben waren unter anderem auch die Namen der Fahrzeugtypen und Weihnachtssterne in die Schnee- und Eisdecken geritzt worden. [© Klarmann]
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