Düren. Der NPD-Kreisverband Düren will abermals eine größere Veranstaltung in der Region durchführen. An diesem Wochenende findet eine Feier zur „Wintersonnenwende“ statt, bei der auch ein oder mehrere rechte „Liedermacher“ auftreten sollen. Dies erfuhr „Klarmanns Welt“ aus Szenekreisen. Im Rahmen der Feier wird auch auf den Brauch der „Wintersonnenwendfeiern“ eingegangen.
Besagter Brauch stammt aus dem Altermanischen und gilt in rechten Szenekreisen ebenso als „Julfest“. „Im Dritten Reich war das Julfest von der SS als ‚artgemäßer’ Kontrapunkt zum christlichen Weihnachtsfest propagiert worden,“ heißt es dazu bei dem Fachportal „Redok“ [1].
Neonazis aus der Region haben in diesem Jahr schon „Julfeste“ anderer NPD-Gruppe besucht, etwa im Rhein-Sieg-Kreis mit zwischen 80 bis 100 Besuchern und prominenten Rednern sowie einer Musikerin. Der NPD-Kreisverband Krefeld/Kleve will Eigenangaben zufolge vergangenes Wochenende eine „Julfeier“ mit rund 60 Besuchern abgehalten haben.
Über den Ort der Veranstaltung der NPD Düren hatte man bislang nach außen hin Stillschweigen bewahrt. Unterdessen hieß es gegenüber „Klarmanns Welt“, dass das Treffen auf dem Anwesen eines NPD-Funktionärs im Kreis Düren stattfinden werde. Beginn der Veranstaltung soll heute gegen 17 Uhr sein.
Offenbar werden Besucher aus der gesamten Region, dem Niederrhein und dem Rhein-Erftkreis erwartet. Das Treffen wird teilweise in freier Natur stattfinden. Möglicherweise ist auch das Abbrennen eines „Julfeuers“ geplant.
Gegenproteste von Nazigegnern sind offenbar keine geplant, erfuhr „Klarmanns Welt“. [© Klarmann]
[1]
Direktlink