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Rechts: Neonazis marschierten durch Oecher Alternativ-Viertel und rechte Aufkleber [update5]

Aachen. Zwischen 22 und 23 Uhr sind am Samstagabend laut Lokalpresse sieben bis zehn Neonazis durch die Bismarckstraße im alternativ angehauchten Frankenberger Viertel gezogen. Dabei haben sie rechtsradikale und ausländerfeindliche Parolen skandiert. Wie die AZ berichtet, zeigten sich Gäste der teilweise von Migranten geführten Außengastronomie in der Straße „verärgert und empört [über] die laute rechtsradikale und volksverhetzende Schreierei“ und informierten die Polizei. Laut AN alarmierten auch Anwohner die Polizei. In der Oppenhoffallee hätten Polizeibeamte laut Lokalpresse vier, laut anderer Quellen drei Männer der Gruppe stellen können. „Die Beamten stellten gegen die einschlägig bekannten Männer Anzeigen wegen Volksverhetzung,“ schließt der AZ-Bericht. Laut AN trafen die Beamten bei der Aktion auf fünf junge Männer, wobei zwei von ihnen noch die Flucht gelang.

Bei der Polizei sollen sich fast zehn Zeugen gemeldet haben, die die skandierten Parolen gehört und die Männer gesehen haben. Nach Recherchen von „Klarmanns Welt“ hat einer der Männer gegenüber der Polizei schon zugegeben, volksverhetzende Parolen gerufen zu haben. Einer der Männer soll aus Aachen, einer aus Stolberg und einer aus Oberhausen kommen. Beide letztgenannten sind 18 und 20 Jahre alt. Der 29-jährige Aachener hatte zeitweise Kontakt zur „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) und war schon Gast von KAL- und NPD-Veranstaltungen bzw. -Treffen, u.a. im Herbst 2006 in Düren. Im August 2002 war der Aachener Teilnehmer eines NPD-Aufmarsches in Stolberg unter dem Motto „Arbeit zuerst für Deutsche“.

Anwohnern zufolge werden seit Wochen rund um den Bahnhof Rothe Erde verstärkt Aufkleber von rechtsextremen Organisationen und Gruppierungen auf Laternen, Schildern, Stromverteilerkästen und Parkscheinautomaten geklebt. Am Wochenende seien zudem NPD-Aufkleber aufgetaucht, hieß es gegenüber „Klarmanns Welt“. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit der Kleinstdemo am Samstag. Neue NPD-Aufkleber und solche mit selbst gemachten Motiven aus der rechten Szene finden sich ersten Recherchen zufolge in der Bever- und Bismarckstraße. In beiden Straßen finden sich ebenso ältere Aufkleber, die zudem rund um den Bahnhof Rothe Erde sowie in der Kronprinzenstraße verstärkt verklebt wurden. Überall dort findet sich auch das offenbar mit einer Schablone sowie Tusche oder Lack geschmierte Symbol der „Schwarzen Sonne“, ein zwölfarmiges, rundes Hakenkreuz, welches in Nazideutschland die SS nutzte.

Das Gros der Aufkleber ist offenbar selbst gemacht und deutet nicht auf einen rechtsextremen Hintergrund hin. Einige Aufkleber verweisen nur auf eine geschichtsrevisionistische, den Holocaust leugnende Homepage. Auf den meisten Aufklebern werden in verschiedenen Variationen meist vermeintlich unverfänglich Fragen in weißer Schrift auf schwarzem Grund gestellt, etwa: „Ist die Presse meinungsfrei?“; „Wie glaubwürdig ist die Presse?“; „Warum ist Demokratie nur theoretisch gut?“; „Warum ist hinterfragen nicht politisch korrekt?“; „Welche Macht übt I$rael über die deutsche Regierung aus?“; „Wie offenkundig ist der Holocaust?“

Solche Aufkleber finden sich auch auf zwei „Metallpolizisten“, die auf Veränderungen bei den Verkehrsregeln hinweisen. Erst vor rund vier Wochen war eine solche Figur in der Bismarckstraße mit Nazisymbolen beschmiert worden [1]. Solche Aufkleber finden sich auch auf zwei „Metallpolizisten“, die auf Veränderungen bei den Verkehrsregeln hinweisen. Erst vor rund vier Wochen war eine solche Figur in der Bismarckstraße mit Nazisymbolen beschmiert worden [1]. Örtlichen Antifaschisten zufolge sind die schwarzen Aufkleber mit den Fragen in weißer Schrift in den letzten Wochen auch in der Stolberger Innenstadt auf der Rathausstraße und im Umfeld des Dürener Bahnhofs verklebt worden. Zudem wurden sie in den letzten Monaten zwischen dem Bahnhof Rothe Erde in Aachen auf der Trierer Straße bis zum Haus eines Anführers der Neonazi-Gruppe „Sturmbund Aachen“ verklebt. Auf der Trierer Straße finden sich ebenso Aufkleber der Neonazi-Feindaufklärung „Anti Antifa“, der NPD und der rechtsextremen „Bombenmaterial“-Serie.

Zu den Aufklebern ist eine Bildergalerie HIER einsehbar. Um die Bilder sehen zu können muss der Browser Cockies akzeptieren, sonst erscheint eine Fehlermeldung. Interessierte Redaktionen melden sich bitte und fordern gewünschte Motive an. [© Klarmann]

[1] Polizist mit Nazi-Symbolen und Judenstern beschmiert
14.8.07 20:48
 



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