Aachen. Ein kurzes Gerangel zwischen Polizei und linken Gegendemonstranten hat ein NPD-Stand gestern (4.8.) am Kaiserplatz verursacht. Die rechtsextreme Partei machte am Reiterstandbild von Kaiser Friedrich III Bundestagswahlkampf. Nachdem Antifaschisten sich um die rund 15 Neonazis postiert hatten, erteilte die Polizei Platzverweise. Zwei Linke wurden dabei für kurze Zeit in Gewahrsam genommen.
Nachdem die NPD gegen 10 Uhr den Stand aufgebaut hatte, war es gegen 13.30 Uhr zu Gegenprotesten gekommen. "Um Auseinandersetzungen zu verhindern und ein bisschen Distanz zwischen den Linken und der NPD zu schaffen", sagte Polizeisprecherin Iris Fourné, hätten ihre Kollegen gegen 14 Uhr Platzverweise ausgesprochen und die Antifaschisten "leicht zurückgedrängt." Rund 40 Beamte waren vor Ort im Einsatz. Um Verkehrsunfällen vorzubeugen, sperrte die Polizei für eine halbe Stunde sogar Teile der Stiftstraße. Es kam zu leichten Verkehrsbehinderungen.
Vorwürfen vonseiten der Antifaschisten, die Polizei sei übermäßig hart gegen sie vorgegangen, konnte Fourné nicht verstehen. Weder sei geschlagen, noch jemand verletzt worden. Zwar sei ein Demonstrant kurz in Ohnmacht gefallen und mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden. Jedoch habe der junge Mann vermutlich nur kurz Kreislauf-Probleme gehabt. Rund 15 Antifaschisten demonstrierten zudem noch ohne Zwischenfälle bis zum Abzug der NPD gegen 16 Uhr am Fuß von St. Adalbert gegen die Neonazis.