Rechts: Burschenschaft "Libertas Brünn" liberalisiert Homepage
Aachen. Die völkisch-nationale Burschenschaft "Libertas Brünn" hat allem Anschein nach in den letzten Tagen ihre Homepages entrümpelt. Verschiedene Linke Hochschulgruppen hatten wegen der Kandidatur eines Liberten auf der RCDS-Liste [1] auch auf einen antisemitischen Text hingewiesen, der auf der Homepage der umstrittenen Burschenschaft einsehbar war. Die „Libertas Brünn“ hatte bis vor vier Jahren noch enge Kontakte zu Rechtsextremisten und Neonazis.
Vergangenen Mittwoch war der kritisierte Text noch auf der offiziellen Internetpräsenz der Burschenschaft zu finden. Unterdessen wurde er scheinbar gelöscht und ist nicht mehr über die Website einsehbar. "Ob da jemand Angst vor Strafverfolgung wegen Volksverhetzung hat?" fragt sich die Antifagruppe "s.p.u.n.k. aachen" in einem Text der unter dem Website "Projekt Antifa Aachen" publiziert wurde. Wahrscheinlich eine nicht eben unberechtigte Frage.
Die Liberten hatten seinerzeit ein Vortragsmanuskript veröffentlicht, unter anderem heißt es darin versteckt antisemitisch: "'Nimmer wird das Reich zerstöret, wenn Ihr einig seid und treu!' Nun, vielleicht ist diese Wahrheit auch von unseren Feinden erkannt worden, vor allem von jenen, die an der amerikanischen Ostküste mit Feder und Mikrofon gewirkt haben und noch immer Wirken. Sie waren wohl zutiefst erschrocken über die ungeheure Kraftentfaltung, zu der unser Volk in zwei Weltkriegen fähig war und der sie nur mit Hilfe fast der gesamten übrigen Welt Herr werden konnten. So beschlossen sie und gingen auch daran, diesem Volk das geistige und seelische Rückgrat zu brechen durch das, was sie anmaßend "Umerziehung" nannten (...) und indem sie eine größere Anzahl charakterschwacher Hilfswilliger in unserem Land fanden, die an den Schaltstellen der Öffentlichkeitsarbeit das Gift der Zersetzung und der moralischen Unterwerfung versprühten." [(C) Klarmann]
[1]
Burschenschafter der "Libertas Brünn" verlässt RCDS