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Rechts: Regionalbraunes tanzt in den Mai

Aachen/Dortmund/Stolberg. Zumindest etwas Uneinigkeit über ihren Aktivitätsgrad am „Tag der Deutschen Arbeit“ hat es am 1. Mai in der regionalen rechten Szene gegeben. Während sich das Gros der Neonazis aus der Aachener Region in Dortmund im Rahmen eines großen Aufmarsches aufhielt, zog es der Aachener NPD-Kreischef Willibert Kunkel vor, das Stolberger IG-Metall-Gewerkschaftsfest zu besuchen.

Laut Stolberger Antifaschisten besuchten Kunkel – ebenso Ratsherr in der Kupferstadt – das Familienfest. Begleitet wurde er von seinem Ratskollegen und Parteifreund Oliver Harf sowie einigen „Kameraden“. Kunkel und Harf sind zudem Beisitzer im NRW-Landesvorstand der NPD. Der Landesverband hatte zur Unterstützung des Dortmunder Aufmarsches am 1. Mai aufgerufen. Stolberger Antifaschisten wollen Kunkel nebst Gattin nach dem Fest „völlig besoffen nach Hause torkeln“ gesehen haben, sagten sie „Klarmanns Welt“. Jenes Verhalten war schon im letzten Jahr einigen „Kameraden“ übel aufgestoßen. O-Ton im Mai 2006 eines Rechtsextremisten gegenüber „Klarmanns Welt“: „Ich hab besseres zu tun, als meinem Vorsitzenden dabei zuzusehen, wie er sich besäuft.“

Nachdem Kunkel in den vergangenen Jahren das Familienfest schon besucht hatte – 2006 mit über 20 „Kameraden“ – hatte das Stolberger „Bündnis gegen Radikalismus“ wieder einen Infostand gegen Rechts organisiert. Eigenangaben zufolge sammelten die Nazigegner dabei am Dienstagnachmittag im Rahmen einer bundesweiten Aktion 124 Unterschriften für die Einleitung eines neuen Verbotsverfahren gegen die NPD.

Die Mehrheit der regionalen Rechtsextremisten hatte indes die Reise nach Dortmund angetreten. Im Beisein des Vorsitzenden des NPD-Kreisverbandes Düren, Ingo Haller, und dessen Gattin, waren die Vertreter der NPD, des „Sturmbunds Aachen“ (SBA), des „Nationalen Widerstands Herzogenrath“ (NWH), der „Anti-Antifa Aachen-Düren“ sowie der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) per Zug nach Dortmund gereist. Die Stärke der Gruppe wird auf rund 30 Personen geschätzt.

René Laube, „Kameradschaftsführer“ der KAL und NPD-Stellvertreter von Haller, begleitete ebenso die Reisegruppe, die laut eines Berichtes der „Anti Antifa“ ab Düren „einen sehr guten Zug-Mob bildete“. In Köln soll es zwischen Antifaschisten, dieser Gruppe sowie Kölner „Kameraden“ auf einem Bahnhof zu Wortgefechten und gegenseitigen Pöbeleien gekommen sein. Um „Kameraden“ aus Bonn, denen in dieser Situation Polizisten den Weg zum Zug versperrten, den Weg frei zu machen, wollen die „Kameraden“ die Zugtüren blockiert haben. Ab Düsseldorf habe man einen „200 Mann nationalen Zug-Mob“ in dem „national befreite[n] Zug“ gebildet.

Die Haller-Reisegruppe gehörte in Dortmund zu einer mehrere hundert Neonazis starken Gruppe, die durch von Nazigegnern in brand gesetzte Bahngleise nicht weiter reisen konnte. Nach einem kurzen Aufenthalt am Bahnhof Dorsfeld gelang der Ansammlung ein Überrennen von Polizeikräften nebst kurzer „Spontandemo“, ehe ein Großaufgebot der Ordnungshüter alle Neonazis unter Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray stoppten und dann über Stunden festsetzten. Später wurden diese Personen dann mit Gelenkbussen zum Hauptkundgebungsgelände im hermetisch abgeriegelten Stadtteil Wambel transportiert, die regionalen Rechtsextremisten gegen 15 Uhr.

NPD-Chef Haller zeigte sich gegenüber „Klarmanns Welt“ enttäuscht, dass seine Reisegruppe bis zu dem Zeitpunkt nicht an dem bisherigen Aufmarsch teilgenommen hatte. Nach der Hauptkundgebung marschierten die regionalen Neonazis indes mit dem Demonstrationszug zurück in Richtung Dortmunder Innenstadt. Am Ende dieses Aufmarsches kam es zu Rangeleien zwischen den Rechten und der Polizei, da die Ordnungshüter die Demonstration vorzeitig auflösen wollte.

Besucher der Kundgebung war ebenso Pascal Geyer, Vorsitzender der NPD-Ortsgruppe Heinsberg und Ratsherr für die NPD in Mönchengladbach. [© Klarmann]
3.5.07 20:29
 



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